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Antisemitismus Antisemitismus ist mehr als Fremdenfeindlichkeit, auch mehr als ein soziales oder religiöses Vorurteil. Er ist eine antimoderne Weltanschauung, die in der Existenz der Juden die Ursache aller Probleme sieht."*
*Quelle:Werner Bergmann (Zitat: Internetseite der "Bundeszentrale für politische Bildung")
Weiterlesen: http://www.bpb.de/themen/CHJOW7,0,Was_hei%DFt_Antisemitismus.html http://de.wikipedia.org/wiki/Antisemitismus Autonome Nationalisten "Als Autonome Nationalisten (AN) bezeichnen sich zumeist jugendliche Neonazis aus den Reihen der freien Kameradschaften. Sie greifen seit etwa 2002 bei ihrem Auftreten und ihren Aktionsformen bewusst auf das Vorbild der politisch linken autonomen Bewegung zurück."*
*Quelle: "de.wikipedia.org"
Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Autonome_Nationalisten http://www.netz-gegen-nazis.com/lexikon/quotautonome-nationalistenquot Blood & Honour "Blood and Honour (englisch für Blut und Ehre) ist ein rechtsextremes Netzwerk, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Neonazi-Bands miteinander zu koordinieren und die nationalsozialistische Ideologie zu verbreiten."*
*Quelle: "de.wikipedia.org"
Weiterlesen: http://www.netz-gegen-nazis.de/lexikontext/blo http://de.wikipedia.org/wiki/Blood_and_Honour Ethnopluralismus "Ethnopluralismus" ist ein Theoriekonzept der sogenannten Neuen Rechten, mit der Rassismus neu und weniger angreifbar begründet werden soll. Er behauptet, dass Völker unveränderliche kulturelle Identitäten besäßen – die vor fremden Einflüssen zu schützen seien. Dazu sollten Völker sich erstens strikt voneinander abgrenzen und zweitens auf innere Homogenität achten. Somit ist Ethnopluralismus ein ausgrenzender Nationalismus, Kritiker nennen ihn auch einen "Rassismus ohne Rassen"*
*Quelle: "www.netz-gegen-nazis.de"
Weiterlesen: http://www.netz-gegen-nazis.de/lexikontext/was-ist-ethnopluralismus http://de.wikipedia.org/wiki/Ethnopluralismus Freie Kameradschaften "Als freie Kameradschaften bezeichnen sich rechtsextreme Gruppen, die keine gesetzlich definierte Organisationsform wie eine Partei oder ein eingetragener Verein haben. Sie sind rechtlich nichtrechtsfähige Vereine und daher hinsichtlich ihrer Struktur und der Mitglieder nur schwer greifbar, da z. B. in einem Zivilprozess alle Mitglieder namentlich genannt und verklagt werden müssten.
Die Gruppen sind autonom, aber stark miteinander vernetzt. Sie sehen sich als Teil des „nationalen Widerstandes“ an, einer Art rechter Einheitsfront. In Deutschland gibt es nach Einschätzungen des Bundesamtes für Verfassungsschutz etwa 150 regional und überregional agierende Kameradschaften mit einer Mitgliederzahl von je fünf bis zwanzig Personen. Nach Aussage der Dresdner Staatsanwaltschaft existieren allein in Sachsen circa 40 freie Kameradschaften mit insgesamt 1800 Mitgliedern."*
*Quelle: "de.wikipedia.org"
Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Kameradschaften http://www.netz-gegen-nazis.com/inhalt/freie-kameradschaften Geschichtsrevisionismus "Der Geschichtsrevisionismus ist kein rechtsextremistisches Ideologieelement im eigentlichen Sinne. Vielmehr bezeichnet er das Bestreben, durch den Nationalsozialismus verunglimpfte rechtsextremistische Ideologieelemente oder gar den Nationalsozialismus selbst zu rechtfertigen. In der Regel arbeiten Revisionisten mit relativierenden Vergleichen oder "Beweisen" und "Dokumenten", die einer geschichtswissenschaftlichen Betrachtung nicht standhalten. Die nationalsozialistischen Verbrechen zum Beispiel rechnen Revisionisten mit dem Ziel der Verharmlosung gegen die Kriegshandlungen der Alliierten auf."
*Quelle: "www.verfassungsschutz.niedersachsen.de"
Weiterlesen: http://www.verfassungsschutz.niedersachsen.de/master/C10357235_N9009685_L20_D0_I541.html http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichtsrevisionismus Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ) "Die Heimattreue Deutsche Jugend e. V. (HDJ) ist ein rechtsextremer deutscher Jugendverband mit neonazistischer Ausrichtung in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins und mit mehreren hundert Mitgliedern."*
*Quelle: "de.wikipedia.org"
Weiterlesen: http://www.netz-gegen-nazis.com/lexikontext/heimattreue-deutsche-jugend-hdj http://de.wikipedia.org/wiki/Heimattreue_Deutsche_Jugend Holocaust Als Holocaust oder als Shoah bezeichnet man heute im deutschen Sprachraum den Völkermord an mindestens 5,6 bis 6,3 Millionen Juden in der Zeit des Nationalsozialismus. Der Holocaust gilt als einzigartiges Verbrechen, da er die europäischen Juden vollständig, systematisch und mit industriellen Methoden auszurotten anstrebte. Alle Menschen, die das NS-Regime als Juden definierte, waren schon deshalb zur Ermordung vorgesehen und hatten kaum Überlebenschancen, wenn sie in die Hände des nationalsozialistischen Machtapparats fielen."*
*Quelle: "de.wikipedia.org"
Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust http://www.shoa.de http://www.h-ref.de Holocaustleugnung "Als Holocaustleugnung bezeichnet man das Bestreiten und weitgehende Verharmlosen des Holocaust. Dabei wird gegen gesichertes historisches Tatsachenwissen behauptet, der systematische, auf Ausrottung zielende Völkermord an etwa sechs Millionen europäischen Juden habe nicht stattgefunden oder sei nur ein gewöhnlicher Massenmord oder Massensterben ohne historische Besonderheiten gewesen. Dies betrifft auch andere Opfer der Nationalsozialisten wie etwa die Roma, die die Holocaustleugner meist nicht ausdrücklich erwähnen."*
*Quelle: "de.wikipedia.org"
Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Holocaustleugnung http://www.bpb.de/themen/KRR0I1,0,Holocaustleugung.html http://www.h-ref.de National befreite Zone "Mit dem euphemistischen Ausdruck national befreite Zone bezeichnen Rechtsextremisten einen Bereich, in dem rechtsextrem motivierte Gewalt das Straßenbild so stark prägt, dass Menschen mit Migrationshintergrund, sich als links oder alternativ verstehende und andere von Rechtsextremen als „fremd“ und „feindlich“ Eingestufte wie Homosexuelle, Juden, Behinderte sich aus Furcht vor gewalttätigen Übergriffen nicht mehr auf die Straße oder in öffentliche Einrichtungen wagen und aus Angst vor Repressalien auch nicht Anzeige erstatten."*
*Quelle: "de.wikipedia.org"
Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/National_befreite_Zone http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/service/lexikon/n/no-go-area/ Nationalismus "Übersteigertes Bewusstsein vom Wert und der Bedeutung der eigenen Nation. Im Gegensatz zum Nationalbewusstsein und zum Patriotismus (Vaterlandsliebe) glorifiziert der Nationalismus die eigene Nation und setzt andere Nationen herab. Zugleich wird ein Sendungsbewusstsein entwickelt, möglichst die ganze Welt nach den eigenen Vorstellungen zu formen."*
*Quelle: Thurich, Eckart: pocket politik. Demokratie in Deutschland. Neuausgabe 2006. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2006
Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalismus http://www.bpb.de/publikationen/F2VZ9X,0,0,B_392004.html
Populismus "Populismus bezeichnet eine Politik, die sich volksnah gibt, die Emotionen, Vorurteile und Ängste der Bevölkerung für eigene Zwecke nutzt und vermeintlich einfache und klare Lösungen für politische Probleme anbietet."*
*Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 4., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2006 Rassismus "Rassismus ist die Bezeichnung für jede Theorie und Praxis, die Menschen aufgrund realer körperlicher Merkmale (wie z. B. Hautfarbe, Gesichtszüge) mit Werturteilen versehene Eigenschaften (z. B. eine bestimmte Mentalität) und einen unterschiedlichen Status zuteilt. Dies kann von Vorurteilen bis zu ausgearbeiteten Ideologien reichen, die verschiedenen Völkern oder „Rassen“ einen unterschiedlichen Wert zuordnen. Grundlage ist die Vorstellung, dass solche Eigenschaften sämtlichen Individuen einer „Rasse“ angeboren sind und nicht verändert werden können. Bestimmte Gruppen von Menschen werden abgewertet bzw. als minderwertig angesehen, und ihnen wird abgesprochen, auf derselben Stufe zu stehen wie man selbst. Die Folgen reichen in der Praxis von Trennungsneigung („Rassentrennung“) über Diskriminierung bis zu Rassenhass und daraus resultierender Gewalt.
Rassismus ist ein weltumspannendes Phänomen. Rassistische Tendenzen haben einen psychologischen Hintergrund (s. u.). Gegen Rassismus in der Gesellschaft und der Politik wendet sich mit Nachdruck der Antirassismus."*
*Quelle: "de.wikipedia.org"
Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus Rechtsrock "Seit Beginn der 1980er-Jahre wurden verschiedene Formen der Unterhaltungsmusik immer mehr als Vehikel für rechtsextremes und neonazistisches Gedankengut benutzt. Von wenigen Ausnahmen wie dem Liedermacher Frank Rennicke oder dem NSBM abgesehen, fallen darunter Bands, die der Rockmusik zuzuordnen sind, weshalb sich als Oberbegriff, auch unter den Rezipienten selbst, „Rechtsrock“ eingebürgert hat. Im englischen Sprachraum ist hingegen der Begriff „RAC“ als Abkürzung für Rock Against Communism gebräuchlicher."*
*Quelle: "de.wikipedia.org"
Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsrock http://deine-stimme-gegen-nazis.de/images/download/rechtsrock.pdf Sexismus "Unter Sexismus versteht man die Diskriminierung oder Unterdrückung von Menschen allein aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit. Der Begriff ist eine aus dem Englischen kommende Parallelbildung zu racism (Rassismus), die als sexism in der US-amerikanischen Frauenbewegung der 1960er Jahre geprägt wurde und sich lange ausschließlich auf die Diskriminierung bzw. Unterdrückung von Frauen bezog.
Heute stehen verschiedene Definitionen von Sexismus nebeneinander.
* So wird in der Psychologie Sexismus über „stereotype Merkmalszuschreibungen“ definiert. Auf dieser interpersonellen Ebene werden auch diskriminierende Rollenzuschreibungen gegenüber Männern berücksichtigt.
* In der soziologischen Forschung wird hingegen mehr der strukturelle Aspekt des Sexismus betont. Hier heißt es, dass Sexismus kulturell bedingt sei, institutionell verankert und individuell verinnerlicht. Es sei ein weitergetragenes Denken, Glauben, Meinen und ein Handeln als gesellschaftliche Praxis, welches Männer privilegiere und Frauen unterwerfe. Hierdurch werde das Tun von Frauen abgewertet und Frauen und Männer würden auf bestimmte Rollen festgeschrieben. Dieser Ansatz betont die Mechanismen eines diskriminierenden Gesellschaftssystems, hier des Patriarchats, und untersucht zugleich die Verschränkungen von Sexismus mit anderen Unterdrückungsformen wie Rassismus, Klassismus oder Behindertenfeindlichkeit.
* Im postfeministischen Diskurs wird Sexismus sehr viel weitgehender definiert. Hier meint Sexismus bereits, von anderen zu erwarten oder zu verlangen, dass sie Geschlechternormen verkörpern. Verwandt mit diesem Ansatz sind die Diskussionen um die Diskriminierung von Schwulen, Lesben und Menschen, die nicht ins gängige Geschlechterkonzept passen (Heterosexismus).
Sexismus ist mittlerweile Gegenstand von Gesetzgebung (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) und Sozialforschung, insbesondere der Gender Studies."*
*Quelle: "de.wikipedia.org"
Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Sexismus http://gendertalk.transgender.at/sexismus.htm Shoa Siehe Holocaust Volksgemeinschaft
"Volksgemeinschaft bezeichnet in völkischen Ideologien die Menge aller Angehörigen eines primär rassisch konzipierten „Volkes“. Der Begriff fand eine häufige Verwendung in der NS-Propaganda. Die nationalsozialistische Lehre definierte eine Volksgemeinschaft ,als die auf blutmäßiger Verbundenheit, gemeinsamen Schicksal und gemeinsamen, politischen Glauben beruhende Lebensgemeinschaft eines Volkes, der Klassen- und Standesgegensätze wesensfremd sind". Dabei war die Zugehörigkeit zur arischen Rasse zwar eine notwendige Bedingung für die Zugehörigkeit zur deutschen Volksgemeinschaft, aber sie war nicht hinreichend. Die Volksgemeinschaft war eine Gesinnungsgemeinschaft, die das Bekenntnis zur Weltanschauung des Nationalsozialismus erforderte."*
*Quelle: "de.wikipedia.org"
Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Volksgemeinschaft http://www.bpb.de/publikationen/ERR8GW,0,Volksgemeinschaft.html http://www.shoa.de/drittes-reich/wirtschaft-und-gesellschaft/128.html Volksverhetzung "Der Begriff Volksverhetzung bezeichnet in der Bundesrepublik Deutschland eine strafbare Handlung.
Den Tatbestand einer Volksverhetzung definiert § 130 Absatz 1 des Strafgesetzbuchs:
Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, 1. zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder 2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet, wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
Absatz 2 bezieht alle möglichen öffentlichen Äußerungen in Wort, Schrift und Bild, die die in Absatz 1 genannten Tatbestandsmerkmale erfüllen, in die Strafandrohung ein. Als Personengruppen, die von Volksverhetzung betroffen sein können, werden Bevölkerungsteile (der BR Deutschland) oder eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihr Volkstum bestimmte Gruppe - also auch Personengruppen im Ausland - genannt.
Absatz 3 bezieht Personen in die Strafandrohung ein, die eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 220a Abs. 1 bezeichneten Art - dies meint Verbrechen gegen die Menschlichkeit, vor allem Völkermord - in friedensstörender und menschenunwürdiger Weise billigen, leugnen oder verharmlosen.
Der § 130 StGB dient also in erster Linie dem Schutz des öffentlichen Friedens und der Menschenwürde, die durch Vollendung der beschriebenen Tatbestände verletzt wird. Er beruht auf der historischen Erfahrung des Nationalsozialismus, der u.a. auch durch zu langes rechtliches Dulden von Hetzpropaganda in der Weimarer Republik ermöglicht wurde. Dahinter steht die Rechtsauffassung, dass eine direkt zu Hass, Gewalt oder Willkür aufstachelnde Äußerung keine vom Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gedeckte Meinung, sondern eine Straftat darstellt, die weiteres illegales Handeln bewirken, dazu aufrufen und anstiften kann. Damit schränkt § 130 StGB die als Grundrecht garantierte Meinungsfreiheit für bestimmte Meinungsäußerungen ein. Dies ermöglichen die in Art. 5 Abs. 2 GG erwähnten Schranken (Schrankentrias)."*
*Quelle: "de.wikipedia.org"
Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Volksverhetzung http://library.fes.de/fulltext/asfo/01023006.htm Xenophobie "Die Xenophobie bezeichnet die Scheu oder Furcht vor dem Fremden. Xenophobie ist eine ablehnende Einstellung und Verhaltensweise gegenüber anderen Menschen und Gruppen, die vermeintlich oder real fremd sind (z. B. durch fremde Herkunft, Kultur, Sprache). Sie kann sich durch Furcht, Meidung, Geringschätzung, Spott oder Feindseligkeit ausdrücken, die bis hin zur Gewalt reicht. Teilweise wird der „Fremde“ als Quelle unvorhersehbarer Gefahren gescheut.
Wurzeln
Xenophobie hat kulturelle, ebenso wie biologische und ökonomische Wurzeln:
* Biologisch: Tierarten verteidigen das eigene „Territorium“ gegen Eindringlinge. Inwieweit es sich bei Xenophobie des Menschen um biologische Determinanten, durch Sozialisation erworbenes Verhalten bzw. in engem Rahmen freie Entscheidungen handelt, ist umstritten. Was im konkreten Fall als "fremd" wahrgenommen (und abgelehnt) wird, hängt allerdings nachweislich in erster Linie von historisch-kulturellen Faktoren ab. * Kulturell: Alles soziale Handeln ist kulturell überformt, d. h. kollektive Distanz und Feindseligkeit ist erworbene Grundstimmung (siehe auch Mentalität einer Gesellschaft). So sind Stammesgesellschaften, aber auch ländliche Gesellschaften mit Grundbesitzerstrukturen, deren Traditionen stark auf fixierten Regeln beruhen, Neubürgern gegenüber eher zurückhaltend bis ablehnend eingestellt; handeltreibende Kulturen (wie das antike Griechenland - vgl. Homer, Herodot oder Aischylos) eher vorurteilsarm. Auch die vorherrschende Religion hat nachweislich großen Einfluss auf die beobachtbare Haltung gegenüber Fremden. Ein vergleichbar langsamer sozialer Wandel begünstigt xenophobe Reaktionen. Nach Pierre Bourdieu steigt mit der Komplexität der Gesellschaft die Möglichkeit, Xenophobie zu verringern. * Ökonomisch: Das Eindringen fremder Waren in Gestalt von neuartigen Techniken kann ebenso wie das Auftreten von, in einer bestimmten Kultur unbekannten, Kauf- oder Fachleuten Furcht erwecken und Fremdenscheu hervor bringen.
Formen
Auf einigen Inseln hat sich im Zuge einer xenophoben Entwicklung, in der das Moment der Furcht hervorsticht, der so genannte politische Nativismus entwickelt. Der Nativismus betont die angebliche Überlegenheit der eigenen Herkunft und ethnischen Zugehörigkeit gegenüber dem „nur Zugezogenen“, Fremden. Dies ist ebenso ein Forschungsgebiet für Politikwissenschaftler wie für Ethnologen wie die Frage, warum extrem feindselige, gewalttätige Ethnien neben sehr aufgeschlossenen, friedlichen Völkern aus der gleichen Herkunft entstehen und koexistieren konnten (Beispiel der historischen nordamerikanischen Indianervölker).
Xenophobie äußert sich in weniger dramatischen Fällen als Kommunikationsverweigerung, neuzeitliche Extremformen waren Religionshass (wie der ältere Antisemitismus), Nationalhass oder Homophobie.
Zum Rassismus besteht insofern eine Verwandtschaft, als rassistische Propaganda xenophobe Haltungen aufzunehmen und zu verstärken sucht. Allerdings sind Rassismus und Xenophobie nicht gleichzusetzen. So wurden im rassistischen deutschen Nationalsozialismus einheimische „Nichtarier“ (z. B. Juden) beispielsweise viel schlechter behandelt als ausländische „Arier“ (z. B. Skandinavier und andere Nord- und Westeuropäer)."*
*Quelle: "de.wikipedia.org"
Weiterlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Xenophobie http://www.bpb.de/publikationen/EAF5NK,0,Fremdenfeindlichkeit_und_Gewalt.html http://www.uni-bielefeld.de/ikg/Feindseligkeit/einfuehrung.html |